Neues Buch "Das Gespinst der Digitalisierung" bei Springer

08.08.2018

Ein knappes Jahr ist es her, dass ich an dieser Stelle angekündigt habe, ein Sachbuch schreiben zu wollen: über die Digitalisierung und darüber, welche Herausforderungen sie für die Gesellschaft weltweit, also für die gesamte Menschheit, bereit hält. Jetzt ist das Buch fertig. Als eBook seit gestern erhältlich, als gebundenes Werk spätestens Anfang September. (Wer die Printversion erwirbt, erhält das eBook dazu, das schon jetzt zum Download bereitsteht: Jetzt direkt im Springer Shop bestellen.)

[Noch ein Hinweis zur Nutzung der Springer-Seite: Den Prolog aus dem Buch gibt es kostenlos zum Download. Dazu muss man anklicken "Dieses Buch auf SpringerLink lesen". Und dann heißt es "Front Matter" und erlaubt ein PDF-Download.]

Ein Co-Autor hat sich übrigens nicht gefunden, den ich mir damals vorstellen konnte. Aber einige wichtige und besondere Informanten waren bereit, mich zu unterstützen. Mit wachsendem Vergnügen habe ich mich in diverse Fachgebiete gestürzt und mir von der Politik über die Philosophie, die Geschichte (bis zur Steinzeit), die Staatstheorie und Gesellschaftslehre, Datenrecht und Datenschutz bis hin zum Thema Bildung und Fortbildung alles geholt, was meiner Meinung nach berücksichtigt werden muss, wenn es um die Digitalisierung und ihre Folgen geht.

Cover "Das Gespinst der Digitalisierung" habe ich als Titel gewählt, weil sich die Digitalisierung erst mit der weltumspannenden Vernetzung und den entsprechenden mobilen Geräten in den letzten Jahren so dramatisch auszuwirken beginnt; weil die derzeitigen Internetgiganten die Menschheit wie Riesenspinnen als wehrlose Opfer behandeln, die sie all ihrer Daten und Rechte berauben, um durch deren Verkauf an Werbekunden Billionen anzuhäufen – und damit natürlich enorme Macht; weil die Digitalisierung auch ein halbes Jahrhundert nach ihrem Beginn immer noch so unheimlich und so schwer zu begreifen ist, dass Kulturpessimisten und Verschwörungstheoretiker viel zu leicht Gehör finden.

Der Untertitel "Menschheit im Umbruch – auf dem Weg zu einer neuen Weltanschauung" stellt schon auf dem Cover klar: Hier geht es nicht bloß um Technik und Technologie. Hier geht es um alles. Weil ich – nach den Recherchen und der Niederschrift noch mehr als zuvor – davon überzeugt bin, dass nur mit dieser Sichtweise für die endlich beginnende gesellschaftliche Debatte eine konstruktive Richtung gefunden werden kann.

Dass ich vor dem Hintergrund meiner jahrzehntelangen Analyse der digitalen Technikentwicklung an diese Frage herangehe, dürfte dem Buch eine ziemliche Alleinstellung bescheren. Die meisten Redner und Schreiber zur Digitalisierung sind entweder Techniker, Technikbegeisterte oder gar KI-Fanatiker, die gerne von der Allmacht der Technologie träumen, oder sie sind Philosophen, Wirtschafts- und Geisteswissenschaftler, die leider oft selbst nicht verstehen, was eigentlich der technologische Hintergrund ist. Ich freue mich darauf, mit all diesen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Das Buch ist fertig. Jetzt habe ich die große Hoffnung, dass es den Leserinnen und Lesern Stoff für die Debatte bietet, die allmählich in immer breiterem Umfang geführt wird. Besonders wichtig ist für mich jedes direkte Feedback. Denn natürlich habe auch ich kein allgemeingültiges Rezept für die grundstürzenden Veränderungen, die wir jetzt alle gemeinsam in Angriff nehmen müssen. Global, grenzenlos. Trotz oder gerade wegen der momentan starken Kräfte, die den Rückwärtsgang eingelegt haben und uns zurückzerren möchten in Nationalismus, Abschottung und Autokratie.

Und wer Ideen hat, wie und wo ich mit Lesung, Vortrag oder Gesprächsrunde einen persönlichen Beitrag dazu leisten kann, über dessen Nachricht freue ich mich besonders.

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