Digitalisierung interessiert alle

01.03.2019

Diskussionen bei Buchvorstellungen und Reaktionen einzelner Medien, Leserinnen und Leser und aus Unternehmen zeigen, dass mein jüngstes Buch „Das Gespinst der Digitalisierung“ einen Nerv trifft. Die Frage, welcher Art unsere künftige Digitalgesellschaft sein sollte, beschäftigt ganz offensichtlich alle Schichten.

Weil es nicht in einem Publikumsverlag, sondern bei dem als Verlag der Wissenschaft geltenden Springer Nature herausgekommen ist, findet mein Buch nicht so rasch in die Breite. Weil es möglicherweise auch von mir etwas zu wissenschaftlich und theoretisch angelegt war, liegt es nicht auf den Nachttischen und ist nicht die leichte Reiselektüre. Und trotzdem hat es bereits zu zahlreichen Diskussionen und Reaktionen geführt, die allein das Schreiben wert waren. Es war an der Zeit, die alles umwühlende digitale Vernetzung in den Zusammenhang der Menschheitsgeschichte und der Technikgeschichte zu stellen. Und es ist an der Zeit, uns eine konkrete Vorstellung von der Welt zu machen, wie sie uns unter den neuen Bedingungen sinnvoll erscheint.

Buchempfehlung in KEMDie Zeitschrift KEM vom Konradin Verlag hat mir die Gelegenheit gegeben, mein Buch in zwei ausführlichen Artikeln (im Oktober 2018 und im Februar 2019) zu beschreiben und eine Buchempfehlung veröffentlicht. Einen Artikel zum Buch durfte ich in IT&Production vom Tedo Verlag schreiben. Und vom Engineering Softwarehersteller Eplan bekam ich die Möglichkeit, für das eigene Kundenmagazin einen Lesetipp zu verfassen, der in Kürze erscheint. Alle diese Veröffentlichungen beruhen ausschließlich auf dem Interesse der Redaktionen und waren nicht mit Kosten oder etwa einer Anzeige von Springer verbunden.

Artikel zum Buch in IT & ProductionWas mir bei Fachbüchern noch nie passiert ist, geschieht derzeit immer wieder: Auch Leserinnen und Leser, die ich (noch) gar nicht persönlich kenne, teilen mir über Xing, LinkedIn oder in persönlichen Nachrichten mit, dass sie das Buch mit großem Interesse lesen oder gelesen haben.

Aus persönlichen Kontakten weiß ich, dass mein Buch zumindest in Kreisen der Grünen und der SPD Gegenstand von internen Debatten wird. Etwa zur Frage, ob es ein Eigentumsrecht an Daten geben muss und wie das aussehen könnte. Oder ob die Durchsetzung eines generellen Verbots personalisierter Werbung richtig und realisierbar sein kann, die ja immerhin der Kern des Geschäftsmodells der Internetgiganten aus dem Silicon Valley ist. Ebenso wie die Frage, welche Rolle der Staat – in welcher künftigen institutionellen Struktur auch immer – die Infrastruktur für den Zugang zum Netz, zur sozialen Vernetzung und zum Wissen bereitstellen sollte oder ob das wie bisher dem Markt überlassen bleiben soll. Und natürlich immer wieder die Frage, welche Bedeutung die Stärke unserer Industrie für die künftige Gestaltung der digitalen Wirtschaft hat.

Ein Beispiel für eine Beschäftigung in dem mir zuvor unbekannten Aktionskreis Energie zeigt, dass die Debatte gerade erst begonnen hat. In einer Buchempfehlung und ausführlichen Besprechung meines Buchs wird angekündigt, dass ich in der zweiten Jahreshälfte mit einer Einladung für eine Diskussionsveranstaltung rechnen darf.

Derzeit bin ich auf der Suche nach einem Publikumsverlag, mit dem ich das Thema auch in die Buchläden und auf die Büchertische bringen kann. Wer Ideen hat oder Ansprechpartner kennt, über dessen Nachricht freue ich mich sehr.

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